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Bebauungsplan · Verfahren

Der Bebauungsplan in sieben Schritten.Und wo die Zeit bleibt.

Ein Bebauungsplan entsteht im Regelverfahren in sieben Schritten: Aufstellungsbeschluss (§ 2), frühzeitige Beteiligung (§§ 3, 4 Abs. 1), Entwurf mit Begründung, Veröffentlichung und Behördenbeteiligung (§§ 3, 4 Abs. 2), Abwägung (§ 1 Abs. 7), Satzungsbeschluss und Bekanntmachung (§ 10). Die meiste Zeit kosten Beteiligung und Abwägung.

Kurz beantwortet · Stand September 2026
Ein gläserner Pfad aus sieben Trittsteinen von einer leeren Fläche zu einem fertigen Quartiermodell
Sieben Schritte vom leeren Grundstück zur rechtsverbindlichen Satzung.

01  Schritte

Die sieben Schritte im Überblick.

  1. Aufstellungsbeschluss

    Der Rat beschließt, einen Plan aufzustellen; der Beschluss wird ortsüblich bekannt gemacht.

  2. Frühzeitige Beteiligung

    Öffentlichkeit und Behörden werden über Ziele und Alternativen unterrichtet (ab 2027 für die Öffentlichkeit fakultativ).

  3. Entwurf

    Planzeichnung, textliche Festsetzungen, Begründung und im Regelverfahren Umweltbericht.

  4. Veröffentlichung und Behördenbeteiligung

    Der Entwurf wird im Internet veröffentlicht; die TÖB nehmen innerhalb eines Monats Stellung.

  5. Abwägung

    Alle Stellungnahmen werden geprüft und die Belange gerecht gegeneinander abgewogen.

  6. Satzungsbeschluss

    Der Rat beschließt den Plan als Satzung.

  7. Bekanntmachung

    Mit der ortsüblichen Bekanntmachung tritt der Plan in Kraft; wo nötig vorher Genehmigung.

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02  Dauer

Wie lange das dauert.

In der Praxis vergehen häufig zwei bis vier Jahre. Ab 2027 soll ein Verfahren nach der Novelle in zwei Jahren abgeschlossen sein, zwischen Ende der Beteiligung und Veröffentlichung sollen höchstens zwölf Monate liegen, als Soll-Vorschrift.

Wo die Zeit hängt, ist fast immer dasselbe: Stellungnahmen einsammeln, nachhalten, zuordnen und in einer Abwägungstabelle beantworten. Genau dieser Teil wiederholt sich von Verfahren zu Verfahren.

03  Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet.

Wer stellt einen Bebauungsplan auf?

Die Gemeinde in eigener Verantwortung. Die fachliche Ausarbeitung übernehmen häufig beauftragte Planungsbüros.

Muss der Bebauungsplan aus dem Flächennutzungsplan entwickelt werden?

Grundsätzlich ja (Entwicklungsgebot). Ausnahmen und das Parallelverfahren regelt § 8 BauGB.

Gibt es kürzere Verfahren?

Ja: das vereinfachte Verfahren nach § 13 und das beschleunigte Verfahren für die Innenentwicklung nach § 13a BauGB.

Quelle: Baugesetzbuch (BauGB) in der geltenden Fassung; BauGB-Novelle, verkündet im Juli 2026 (Inkrafttreten nach aktuellem Stand 1. Januar 2027). Stand September 2026. Keine Rechtsberatung, maßgeblich ist der jeweilige Gesetzes- oder Normtext.

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